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Der unsinnige Angriff auf Syrien

Wie von Präsident Donald Trump freitagabend angekündigt, haben die USA, Frankreich und Großbritannien in der Nacht zum Samstag Militärschläge gegen Syrien durchgeführt. Dabei soll es sich um eine Vergeltung für die angebliche Nutzung von chemischen Waffen handeln, deren Einsatz Präsident Baschar Al-Assad vorgeworfen wird.

Nach Angaben der Kriegsführenden Staaten, seien die Angriffe mit Präzisionswaffen gegen drei Stützpunkte erfolgt, in denen chemischen Waffen hergestellt werden sollen.

Zu den Angriffen äußerte sich Theresa May wie folgt:

Wir können nicht zulassen, dass der Einsatz von Chemiewaffen normal wird – in Syrien, auf den Straßen in Großbritannien oder irgendwo anders in unserer Welt.

Der französische Präsident Emmanuel Macron begründete den Angriff auf das syrische Regime mit dessen Einsatz von Giftgas. Man könne den Gebrauch chemischer Waffen nicht tolerieren, sagte Macron. Sie stellten eine Gefahr für das syrische Volk und unsere gemeinsame Sicherheit dar. Er habe deshalb der Armee den Befehl zum Eingreifen gegeben.

Macron hatte bereits im Mai 2017 mit einem militärischen Eingreifen gedroht, sollte eine rote Linie überschritten werden.

Auch Merkel lobte den Militärschlag und stellte sich hinter ihre Verbündeten: Der Militäreinsatz war erforderlich und angemessen, um die Wirksamkeit der internationalen Ächtung des Chemiewaffeneinsatzes zu wahren und das syrische Regime vor weiteren Verstößen zu warnen.

Alarmierend ist allerdings die Leichtfertigkeit, mit der westliche Regierungen militärisch gegen Syrien vorgehen. Es gibt keinerlei Beweise für ein Involvement Assads in den Giftgaseinsatz. Vielmehr werden als Rechtfertigung Bilder einer Hilfsorganisation (die Weißhelme) herangezogen, die den Rebellen nahestehen.

Somit handelt es sich also um einen Angriff ohne Indizien, der die Region noch weiter ins Chaos stürzen könnte und ggf. eine neue Flüchtlingskrise zur Folge hätte.

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