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‘Klartext-Richter’ verurteilter Flüchtlinge ist abgetaucht

Zwickau – Anfang Dezember sorgte ein Gerichtsprozess in Zwickau deutschlandweit für Schlagzeilen, weil Richter Stephan Zantke (54) einem Flüchtling gegenüber klare Worte gefunden und ihn zurechtgewiesen hatten. Nun ist der Asylbewerber untergetaucht.

Richter Stephan Zantke verurteilte den Flüchtling zu zweieinhalb Jahren Knast und redete mit dem Mann klartext.
Richter Stephan Zantke verurteilte den Flüchtling zu zweieinhalb Jahren Knast und redete mit dem Mann klartext.

Der Libyer Mohamed F. (29) stand vor dem Amtsgericht, weil er immer wieder in dem Zwickauer Asylheim randaliert, in dem er lebte. Er griff Mitarbeiter mit einem Messer an und warf in einem Supermarkt eine Bierflasche auf ein 7-jähriges Kind. Zudem bespuckte er Polizisten und brüllte Frauen an mit “Nazi-Hure” und “Scheiß-Deutsche” (TAG24 berichtete).

Beim Prozess fragte Richter Zantke den Angeklagten damals: ” “Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie dann hier?” und sprach mit dem Mann Klartext: “Wie ein wilder Berserker haben Sie sich verhalten. Sie erhalten von unseren Steuern ein Dach überm Kopf – und jetzt müssen wir noch Ihren Schaden bezahlen. Sie sind frauenfeindlich und achten nicht mal Kinder”, schimpfte Zantke.

Zantke sprach weiter Klartext: “Was wäre passiert, wenn wir solche Straftaten in Libyen begehen? Wir würden wohl nicht mehr leben…”

Die Staatsanwaltschaft forderte in dem Prozess 15 Monate auf Bewährung, doch Mohamed F. wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Nun geht der Fall Mohamed F. in eine neue Runde: Der Libyer legte Berufung gegen das Urteil ein, am Donnerstag war Prozesstermin. Doch der Flüchtling erschien nicht, ist untergetaucht. Wie Radio Zwickau berichtet, war der 29-Jährige zuletzt im Asylheim an der Lippoldsruh in Zwickau gemeldet, das aber mittlerweile geschlossen ist und Mohamed F. soll sich bereits Ende Januar dort abgemeldet haben.

Da der Prozess nicht neu starten konnte, ist das Urteil vom Dezember rechtskräftig. Mohamed F. wird nun zur europaweiten zur Fahndung ausgeschrieben.

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