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“Flüchtling flüchtet vor Polizei – mit schrecklichen Folgen”

“Um seiner drohenden Abschiebung zu entgehen, ist ein abgelehnter Asylbewerber in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern aus einem Fenster gesprungen und hat sich schwer verletzt”, berichtet der Merkur. [1] Und, in der Tat, mit schrecklichen Folgen: “Die Abschiebung wurde laut Polizei abgebrochen.” Och nee, oder?

Jetzt will ich gar nicht spekulieren, wie er das bei “zwei bis drei Metern” Fallhöhe hinbekommen hat (Kopfsprung oder Arschbombe?), aber “mehrfache Wirbelsäulenfrakturen” kann man schlecht vortäuschen. In diesem Sinne natürlich: Gute Besserung und baldige Reisetauglichkeit! Und das schreibe ich nicht nur, weil ich seine Behandlung bezahlen muss. Ehrlich.

A propos Kopfsprung…

“Die Bundesjustizministerin” (SPD natürlich, was sonst) “hat darauf bestanden, eine Ausnahmeregelung für Gefährder in den Gesetzentwurf aufzunehmen.”

Bitte was?

“Dabei sollen Gefährder, denen die Behörden etwa einen Anschlag zutrauen, zwar grundsätzlich keine Angehörigen nachholen dürfen. Davon sollen aber Ausnahmen möglich sein, ‘wenn sich derjenige, zu dem der Familiennachzug stattfinden soll, gegenüber den zuständigen Behörden offenbart und glaubhaft von seinem sicherheitsgefährdenden Handeln Abstand nimmt’.”

Warte mal. Nur, damit ich das richtig verstehe: Der Gefährder meldet sich bei den Behörden, legt Beichte über seine schändlichen Attentatspläne ab und schwört auf den Koran, dass er in Zukunft lieb und artig ist? Ungefähr so? Ist das so eine Art verdeckte Justizreform aus einem Paralleluniversum? Wer denkt sich denn so eine Scheiße aus?!

“Das geht aus einem Entwurf hervor, den die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl jüngst öffentlich machte. Es gehe darum, ‘übermäßige Härten im Hinblick auf den Schutz von Ehe und Familie’ zu vermeiden, heißt es im Begründungstext.”

Ach so. Alles klar. Anderer Vorschlag: Wir schieben den Gefährder einfach ZU seiner Familie ab, dann ist die ganze Truppe wieder vereint und wir können zugleich übermäßige Härten für hier schon länger lebende Ehen und Familien vermeiden. Einen besseren Schutz als abgeschobene Gefährder kann ich mir kaum vorstellen. Obwohl, das Waffenrecht gehört auch dringend mal entrümpelt…

“In Regierungskreisen heißt es, die umstrittene Regelung dürfte in der Praxis eher Deutsche als Migranten betreffen.”

Warum laufen hier deutsche Gefährder frei herum? Und warum gründen die in ausländischen Kriegsgebieten Familien, die sie dann hier zusammenführen müssen? Von mir aus können wir die auch abschieben, ich bin da absolut… antirassistisch?

“Denkbar seien Einzelfälle von Menschen…”

Stopp. Bis zu tausend Einzelausnahmegefährder pro Monat sind keine “Einzelfälle”. Das ist eine Invasion auf Raten! Aber ich wollte den Regierungseinzeller nicht unterbrechen, weiter im Programm:

“…die im Ausland für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft und dort eine Familie gegründet hätten. Diese sollten nicht schlechter gestellt werden als ausländische Gefährder, bei denen das Aufenthaltsgesetz schon heute einen Verzicht auf die Ausweisung vorsieht […] blah blah blah.”

*amkopfkratz* Nein. Nein, nein, und nochmals nein. Das ist eine ausgesprochen blöde Idee. Sinnvoller wäre es beispielsweise, die bisher verhätschelten Gefährder schlechter zu stellen und auch abzuschieben. Fair ist fair, dafür bin ich ja auch. Aber halt mit Hirn. Alternativ, falls sich keine Papiere auftreiben lassen, könnte ich mich auch mit einer Versenkung in der Nordsee anfreunden.

Weiterlesen auf: politisches.blog-net.ch

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