Press "Enter" to skip to content

Ursache und Lösung der europäischen Migrationskrise

Wenn es seine Migrationskrise lösen will, muss Europa umfangreiche finanzielle Investitionen in den Ländern tätigen, die es einst kolonialisierte.

 

Ein Kommentar von Amotz Asa-El

Der Kolonialismus, die Geissel, die einen Grossteil der modernen Geschichte motivierte, beschmutzte und gestaltete, ist wieder da.

Angesichts der über 4.000 Migranten, die in den vergangenen vier Jahren jedes Jahr im Mittelmeer ertranken (laut Angaben der internationalen UN-Organisation für Migration, IOM) hat es den Anschein, dass die einstigen Destinationen des europäischen Kolonialismus – Afrika und die Levante – heute ihrerseits Europa kolonisieren.

Ja,  die Umstände sind anders: Europa kolonisierte von oben herab, durch die Regierung, wogegen das, dem es sich nun gegenübersieht, von unten kommt, durch einfache Leute, die seine Horizonte erstürmen. Das Ziel ist dennoch das gleiche: der Reichtum ferner Länder.

Europa wurde von dem, was viele Europäer als eine Invasion betrachten, kalt erwischt, und ist zu einer reinen Behandlung der Symptome übergegangen: im Inland werden Auffanglager gebaut, im Ausland verfolgt man die Machenschaften von Menschenhändlern; man verstärkt die Seepatrouillen, damit noch mehr Menschen aus jenem Meer gefischt werden können, welches einst die Harmonie zwischen den Kontinenten symbolisierte und heute die Opfer des Niedergangs dieser Harmonie verschluckt.

Wenngleich verständlich, so versagt doch Europas Verteidigung, wenn es darum geht, die Ursache dieser Krise anzugehen. Denn dies erfordert eine mentale Abkehr von der Altlast des Zusammenstosses zwischen Rom und Karthago – welcher die afro-europäische Feindschaft symbolisiert – und eine Zuwendung zu der griechischen Schaffung Alexandrias, welches das Mittelmeer zu einem See der interkontinentalen Harmonie machte.

EUROPAS Inbesitznahme und Plünderung von Afrika, Indien, der Levante und grosser Teile des Fernen Ostens löste sich nach dem 2. Weltkrieg auf, als Befreiungsbewegungen von Indien und Israel bis Kenia und Algerien die Kolonialmächte besiegten.

Das Ergebnis war das Zeitalter der Entkolonialisierung, in dem Dutzende neuerdings unabhängige Staaten sich anschickten, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Die meisten dieser Staaten befanden sich in Afrika und dem Nahen Osten und die meisten von ihnen sind heute gescheiterte Staaten.

Weiterlesen auf: audiatur-online.ch

Be First to Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.